Forschungspreis der Gesellschaft der Internisten Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Preisträger der Gdi 2013

Forschungspreise

1. Dr. med. Paul Stoll (2.500,- Euro)
Thema: Charakteristika Dendritischer Zellen bei Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung

Abteilung Pneumologie und Internistische Intensivmedizin
Zentrum für Innere Medizin
Universitätsmedizin Rostock
Ernst-Heydemann-Str. 6
18057 Rostock



2. Dipl.-Biol. Nicole Koslowski (2.500,- Euro)
Thema: Charakterisierung der murinen Immunantwort auf die eingeschlechtliche Schistosomeninfektionen

Universitätsmedizin Rostock
Zentrum für Innere Medizin/ Med. Klinik II
Abteilung für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten, Sektion Nephrologie
Ernst-Heydemann- Str.6
18057 Rostock



Promotionspreise

1. Dr. Annett Plessow (500,- Euro)
Thema: Regulation des Neurotrophins BDNF unter der Therapie mit Thrombozytenaggregationshemmern

Universitätsmedizin Rostock
Zentrum für Innere Medizin



2. Dr. Falk Hensche (500,- Euro)
Thema: Outcome von prolongiert intensivmedizinisch behandelten Patienten; Überlebenswahrscheinlichkeit und postmorbider funktioneller Status

Klinikum Karlsburg
Greifswalder Straße 11
17495 Karlsburg



Posterpreise

1. Herr Mathias Licht (500,- Euro)
Thema: Genetische Analyse bei Patienten mit mutmaßlicher, Phänotyp basierter Diagnose eines von Willebrandt Typ I-Syndroms

Klinikum Südstadt Rostock,
Klinik Innere Medizin III



2. Frau Dr. med. Bettina Klar (300,- Euro)
Thema: Monströses invasiv wachsendes Prolaktinum bei einer 41 jährigen Frau

Universitätsklinikum Rostock,
Klinik für Innere Medizin, Abteilung Endokrinologie




Preisverleihungen der Gesellschaft der Internisten Mecklenburg / Vorpommerns 2012:
Auf der Jahrestagung 2012 in Güstrow wurden 3 wissenschaftliche Arbeiten prämiert.

Forschungspreis 2012
Dr. Beate Koch, Universitätsmedizin Greifswald
Forschungsprojekt "Prävalenz und Risikofaktoren schlafbezogener Atmungsstörungen in populationsbasierten Studien - Machbarkeit und Ergebnisse der Study of Health in Pomerania"

Promotionspreise 2012
Dr. Michael Sigal, Charite Universitätsmedizin Berlin
Dissertation „Therapeutisches Potenzial von Darbepoetin-alpha in einem murinen Modell des cholestatischen Leberschadens "

Dr. Eberhard A. Klug, Universität Rostock
Dissertation „Zur Bedeutung der Granzyme A, B und K bei allergischem Asthma bronchiale am Modell der segmentalen Allergenprovokation“




Preisverleihungen der Gesellschaft der Internisten Mecklenburg / Vorpommerns 2011:
Wie in jedem Jahr, wurden auch in diesem Jahr von der Gesellschaft der Internisten Mecklenburg / Vorpommerns auf ihrer Jahrestagung im Mai wissenschaftliche Arbeiten und gute klinische Beobachtungen prämiert.

Forschungspreis 2011:
Guido Schröder, Klinikum SüdstadtRostock
Forschungsprojekt "Haltungsanalyse bei Frauen während der Schwangerschaft"

Promotionspreise 2011:
Elisabeth Emonds, Universität Rostock
Dissertation "Biologische Effekte und molekulare Wirkprinzipien von Histondeacetylase-inhibitoren in Pankreaskarzinomzellen"

Dr. med. Annegret Müller-Heinrich, Universität Greifswald
Dissertation "Das PiCCO-System zum Monitoring der Pumpfunktion bei hochgradig eingeschränkter linksventrikulärer Funktion im Vergleich zum Pulmonalarterienkatheter"

Posterpreise der 46. Jahrestagung, Mai 2011:
1. Preis: Frau L. Buchner und Arbeitsgruppe, Universität Rostock
"Genetische Veränderungen bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen"

2. Preis: Frau C. Zimmerling und Arbeitsgruppe, Universität Rostock
"Symptome und Krankheitsverlauf bei Patienten mit Pankreaskarzinomen"

3. Preis: Frau D. Japaridze, Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg
"Fallbeschreibung über ein sehr seltenes Krankheitsbild aus dem Bereich der Bluterkrankung, das Moschkowitz-Syndrom"


Preisverleihungen der Gesellschaft der Internisten Mecklenburg / Vorpommerns 2010:
Wie in jedem Jahr, wurden auch in diesem Jahr von der Gesellschaft der Internisten Mecklenburg / Vorpommerns auf ihrer Jahrestagung im Mai wissenschaftliche Arbeiten und gute klinische Beobachtungen prämiert. Die Forschungspreise waren mit je 5000 Euro dotiert; die Promotions- und Posterpreise mit insgesamt 2000 Euro.

Forschungspreise 2010:
Dr. Gabriele Sauter, Klinik für Innere Medizin A, EMAU Greifswald
Forschungsprojekt "Prospektive, randomisierte, placebo-kontrollierte Phase-III-Studie zur Beurteilung der Effektivität von Magnesium in der Prophylaxe der Post-ERCP-Pankreatitis (MagPEP)"

Dipl.-Biol. Martina Sombetzki, Abteilung für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten, Universität Rostock
Forschungsprojekt "24-nor-Ursodeoxycholsäure unterdrückt die entzündungsassozierte granulomatöse Leberfibrose im Mausmodell der Schistosoma mansoni Infektion"

Promotionspreise 2010:
Dr. Stephan Kische, Universität Rostock
Dissertation "Die endovaskuläre Implantation von Stentgrafts bei Typ B Aortendissektionen unter prognostischen Gesichtspunkten"

Dr. Christian Rosenstengel, EMAU Greifswald
Dissertation "Einfluss von Cervastatin auf die TNF-Alpha-induzierte Expression der Adhäsionsmoleküle ICAM-1 und VCAM-1 Eine Untersuchung an humanen Nabelschnurendothelzellen"

Posterpreise der 45. Jahrestagung, Mai 2010:
1. Preis: Dr. J. Dittmer, Sana-Krankenhaus Rügen
"Eine ungewöhnliche Ursache für Flankenschmerz rechts und Makrohämaturie"

2. Preis: Dr. S. Heinbüchner, Helios-Kliniken Schwerin
"Geschlechterdifferente Pharmakokinetik des Schleifendiuretikums Torasemid"

3. Preis: Dr. S. Härtwig, Universität Rostock
"Untersuchungen zum Krankheitsverlauf der alkoholinduzierten und der idiopathischen chronischen Pankreatitis"


Zur Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchs und zur Förderung der Grundlagen- und Versorgungsforschung im Bereich der Inneren Medizin in unserem Bundesland lobte die Gesellschaft einen Forschungspreis aus, der mit 10.000 Euro dotiert war.

Voraussetzungen zum Erhalt eines solchen Preises waren:

  • eine Forschergruppe (Alter des Antragsteller bis einschließlich 35 Jahre) mit einem definierten Forschungsziel
  • Mitglied eines bestehenden Forschungsverbundes
  • ein dezidierter Antrag an die Gesellschaft

  • Als klinisch aktive Gesellschaft legten wir Wert auf Forschungsinhalte im Versorgungsforschungsbereich.
    Der von uns avisierte Forschungszeitraum umfasst 2 Jahre.

    Die Anträge wurden von einer Kommission der Gesellschaft der Internisten M-V (Mitglieder: Prof. Dr. Ewert, Universität Greifswald; Prof. Dr. Emmrich, Universität Rostock; PD Dr. Schober, Klinikum Südstadt Rostock) vorsortiert. Eine definitive Entscheidung erfolgte nach einem kurzen Vortrag auf der Jahrestagung der Gesellschaft durch die Mitglieder.

    Der Forschungspreis 2008 wurde für folgendes Forschungsprojekt übergeben:

    Der Zusammenhang zwischen dem Symptom Dyspnoe und der Prävalenz von COPD und/oder endothelialer Dysfunktion in der Bevölkerung Vorpommerns


    Antragsteller
    Dr. med. Dörthe Walther, Facharzt Innere Medizin, Universitätsklinik für Innere Medizin B,
    Bereich Pneumologie/Infektiologie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
    Friedrich-Loeffler-Straße 23 a; D-17489 Greifswald; Tel.: 03834-866776; Fax: 03834-866673

    Kurzbeschreibung
    Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine Erkrankung mit zunehmender Inzidenz und Prävalenz, die in den Industrienationen derzeit an vierter Stelle der häufigsten Todesursachen steht. Die gegenwärtige Prävalenz der Erkrankung in Deutschland wird mit 10 - 12 % der erwachsenen Bevölkerung beziffert. Neben der Hauptursache - dem inhalativen Zigarettenrauchen - werden auch chronisch inflammatorische Prozesse und eine generalisierte Endotheldysfunktion für das Entstehen und die Progression dieser Erkrankung mitverantwortlich gemacht. Die inflammatorischen Prozesse persistieren - wie man heute weiß - auch nachdem das inhalative Zigarettenrauchen beendet wurde, und führen zu einer weiteren Progression der Symptome und der Funktionseinschränkung. Das Kardinalsymptom der COPD ab Stadium 2 (nach den GOLD-Kriterien) ist eine belastungsabhängige Luftnot, die als unspezifisches Symptom auch bei vielen anderen Lungen- und Herz-Kreislauferkrankungen sowie bei allgemeiner Dekonditionierung vorkommen kann. Das Symptom Dyspnoe wird zudem subjektiv sehr unterschiedlich von den betroffenen Patienten empfunden und geschildert.

    Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufsystems sind heute die häufigsten Todesursachen in den westlichen Industrienationen. Unter den Herz-Kreislauferkrankungen nehmen solche, die auf arteriosklerotischer Grundlage entstehen, eine herausragende Bedeutung ein. Die wichtigsten bekannten atherogenen Risiko¬faktoren sind Alter, männliches Geschlecht, Dyslipoproteinämie, arterielle Hypertonie, Nikotinabusus, Adipositas und Diabetes mellitus. Epidemiologische Studien zeigen, dass diese klassischen Risikofaktoren lediglich < 50 % aller folgenden kardiovaskulären Ereignisse voraussagen können. Neben diesen bekannten Risikofaktoren werden jüngst Zusammenhänge zwischen Inflammation und Arteriosklerose diskutiert.

    Die Kohorte der Study of Health in Pomerania (SHIP) bietet in einmaliger Weise die Chance, diese Zusammenhänge zu untersuchen. SHIP ist eine bevölkerungsbasierte Studie in Vorpommern mit dem Ziel, Risikofaktoren für ein breites Spektrum von Erkrankungen zu evaluieren. Dazu wurden im Zeitraum von 1997 bis 2001 mit der Basiserhebung SHIP-0 4310 Teilnehmer im Alter von 20 bis 79 Jahren untersucht. Die Datenerfassung von SHIP-0 bestand aus vier Teilen: Fragebogen, computergestütztes Interview, medizinische Untersuchung und zahnmedizinische Untersuchung. Die Details werden unter Eigene Vorarbeiten erläutert.

    Im Oktober 2002 begann SHIP-I als ein 5-Jahres-Follow-up, welches die Instrumentarien der SHIP-0-Studie in etwas abgewandelter Form beinhaltet. Das BMBF unterstützt diese Datenerhebung (Förderzeichen ZZ010417-01ZZ0103). Die Datenerhebung wurde im September 2006 abgeschlossen. In dieser zweiten Untersuchungsperiode wurden 3.300 Probanden untersucht. Bis April 2007 erfolgte eine umfangreiche Qualitätssicherung mittels statistischer Methoden, so dass die Auswertungen der Daten noch nicht in allen Teilbereichen fertig gestellt ist. In SHIP-I wurden neben spezifischen Fragen zu Lungenerkrankungen erstmalig eine komplette Lungenfunktionsanalyse mit Blutgasen sowie eine Spiroergometrie als assoziierte Projekte angeboten. Rund 1.800 Probanden haben dieses zusätzliche Untersuchungsangebot genutzt. Um die komplexen Zusammenhänge zwischen endothelialer Dysfunktion und chronisch entzündlichen Erkrankungen am Beispiel von chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen zu ergründen, wurde bei allen Probanden Bestimmungen des CrP- und Amyloid-A durchgeführt sowie im Rahmen eines freiwilligen assoziierten Projektes die nichtinvasiver Messung der Endothelfunktion mittels Flow Mediated Dilation (FMD) vorgenommen. Diese Untersuchungen wurden allen Teilnehmern im Anschluss an den Hauptuntersuchungsgang von SHIP-I angeboten. Mit den erhobenen Daten sollte es möglich sein,

    1. den Zusammenhang zwischen chronisch inflammatorischen Erkrankungen und endothelialer Dysfunktion mittels multifaktorieller statistischer Verfahren als auch hinsichtlich einer Kausalitätsanalyse zu untersuchen;

    2. anhand der von den Patienten geschilderten Beschwerden, der Laborwerte und der Ergebnisse der kardiopulmonalen Funktionsuntersuchungen des assoziierten Projektes zu ergründen, welche objektivierbaren Untersuchungsergebnisse am besten mit den subjektiven Symptomen der Probanden korrelieren

    3. Faktoren zu ermitteln, warum Patienten mit gleichen objektivierbaren Funktionseinschränkungen über unterschiedlich ausgeprägte Beschwerden berichten (was im klinischen Alltag nicht selten vorkommt).